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Informationen zur Peter Heinrich Thielen - Gesellschaft e. V.

Wir über uns

 

Sitzung ThielengesellschaftThielengesellschaft e.V.

Vorstand

Aufgaben und Ziele der Gesellschaft

Die 1998 gegründete "Peter Heinrich Thielen - Gesellschaft e.V". widmet sich vorrangig der Erforschung und Verbreitung des musikalischen Schaffens des niederheinischen Kirchenmusikers. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht, Thielens Werk zu sichten und zu erforschen, den Nachlass aufzuarbeiten und die so gewonnen Ergebnisse in die kulturgeschichtliche Entwicklung am Niederrhein einzuordnen. Des Weiteren will die Gesellschaft die Zusammenführung der unterschiedlichen künstlerischen Bereiche wie Architektur, Kunst, Literatur und Musik in Form interdisziplinärer Forschungen erwirken.

Der Verbreitung von Leben und Werk Thielens dienen Ausstellungen, Konzerte und sonstige Veranstaltungen wie Wettbewerbe, die Komplettierung des Thielen-Archivs und die Kooperation mit anderen Verbänden. Ein besonderes Anliegen der Gesellschaft ist die Förderung junger musikalischer Talente.

Die Gesellschaft ist auf Spenden und fördernde Mitgliedschaft angewiesen.

Bisherige Arbeitsergebnisse der PHTG

Nach ihrer Gründung im Jahre 1998 nahm die Gesellschaft zunächst die lokalen Archive der Wirkungsstätten von Peter Heinrich Thielen in Augenschein. Das Studium der Kirchenbücher sowie des Gocher Stadtarchivs brachte zutage, dass der Komponist die bei seinem Ableben vorhandenen Originale seiner Werke sowie noch vorhandene Urheberrechte an die bischöfliche Kirchenmusikschule in Regensburg vermacht hatte. Nach Abschluss der vorbereitenden Studien erwies es sich daher als zweckdienlich, auch das bischöfliche Archiv in Regensburg zu besuchen und die dort gelagerten Schriften und Noten zu untersuchen. Die bei diesen Recherchen zutage geförderten Dokumente ließen die Idee eines würdigen Konzertes zu Ehren des Komponisten entstehen.

Im Rahmen dieser Aufgabenstellung fand im Oktober 2000 in der Alten Kirche Kranenburg-Wyler die erste öffentliche Veranstaltung der Gesellschaft statt. Ein "Konzert mit Moderation zur kirchlichen Architektur, Malerei und Musik des 19.Jahrhunderts in unserer Region" zeigte die spartenübergreifende Arbeit der Gesellschaft auf, für die interessante Gäste eingeladen waren und eine erstaunlich große Zuhörerschaft sich eingefunden hatte.

Die musikalischen Mitwirkenden waren der Kammerchor der Universität Nijmegen "Audite Nova" (Leitung: Klaas Stok), der örtliche Kirchenchor Sankt Johannes Baptist Wyler (Leitung: Theo Giesbers), Sopransolo: Kerstin Janssen und Franz Coerwinkel, Orgel und Klavier.

Sie sangen und musizierten verschiedene Stücke von Peter Heinrich Thielen. Beispielhaft für sein kirchenmusikalisches Schaffen wurden aus der "Missa Festiva" das Sanctus, Benedictus, und Agnus Dei präsentiert. Drei Lieder aus "Sechs Marienlieder" für Frauenstimmen (op. 14), "Cäcilia" für eine Sopran- oder Tenorstimme mit Begleitung (op.89), drei Lieder aus "Sechs Weihnachtslieder" (op. 106) und schließlich "Tu es Petrus" gaben einen guten Überblick über Thielens geistliche Liedkompositionen.

Außerdem erklangen Chorwerke von Orlando di Lasso und Giovanni P.Palestrina, den drei Niederländern Philip Loots, Willem Heydt und Johann Winnubst, von Anton Bruckner und schlussendlich Tomas Ludovico da Vittoria.

Das wohl bedeutendste Werk des Kranenburger Komponisten bildet das Oratorium "Die heilige Maria Magdalena". Dieses Werk (hier können Sie einen Ausschnitt hören) entstand in den Jahren um 1898 und wurde am 14. November 1900 in Goch uraufgeführt. Die Texte erstellte Pater Guido Maria Dreves SJ, der sich um die Erneuerung des katholischen Kirchenliedes verdient gemacht hat. Die Städtische Singgemeinde Kleve führte dieses Werk unter der Leitung von Herbert Krey bereits 1979 und dann 1998 in einer aktualisierten Fassung auf, in der die von Thielen nicht mehr fertiggestellten Bläserstimmen durch Orgel, Streicher, Pauken und Sänger ersetzt wurden.

Das Gedenkjahr 2008 nahm die Gesellschaft zum Anlass, in besonderem Maße auf das Leben und Wirken des Komponisten hinzuweisen. Nach der Ehrung am Grab des Komponisten durch den Bürgermeister der Gemeinde Kranenburg und die Thielengesellschaft am 100. Todestag folgte am 10. Februar 2008 ein Konzert mit weltlichen Liedern in Goch. Im September 2008 bildete die Erstaufführung des Oratoriums "Die heilige Maria Magdalena" mit der vervollständigten Orchestrierung des Kölner Komponisten Manfred Niehaus den Höhepunkt des Gedenkjahres.

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